Neuerscheinungen
THE MARS VOLTA – Kreieren und Amputieren

Unsere Lieblingsveganer von The Mars Volta beehren uns mit ihrem dritten Studioalbum, Mitte August. Nach den großartigen Erfolgen der beiden Vorgänger "De-Loused In The Comatorium" und "Frances The Mute" steht mit dem Neu-Werk "Amputechture" wieder eine Veröffentlichung bevor, die neben Hardcore-Klängen, Prog-Psych-Rock, Free-Jazz-Einflüssen, 70ies-Stampf-Retro-Rock, auf der Türschwelle des Sanatoriums für psychisch Labile um eine Zwangsjacke in künstlerisch hochwertigem Design bettelt. Manoman, wir dürfen alle gespannt sein. Zumal niemand geringeres, als der Red-Hot-Chili-Peppers-Gitarrero, John Frusciante, die Mars Volta Masterminds Omar Rodriguez-Lopez und Cedrik Bixler-Zavala musikalisch unterstützt.

Dem Album-Titel "Amputechture" könnte man entnehmen, dass all' der großartige Psychedelic-Wahnsinn nun in geradlinieger abgespeckter Form vorliegt – vergleichbar straight, wie die letzte Single "The Widow". Quasi eine Falafel mit leckerer Sesamsauce ohne überflüssigen Salat, oder so ähnlich…

The Mars Volta sind musikalisch mit NICHTS auf dem Erdball zu vergleichen und animieren den interessierten Hörer zu den elementaren Fragen: Wo kommen wir musikalisch her? Wo gehen wir musiktechnisch hin? Können denn Tobias Regner und Mike Leon Grosch alles sein?

Die Erde ist eben keine Scheibe, und The Mars Volta sind die schwarzen Löcher für den MOR.

Enrico Palazzo

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